SMS 1586 O-Ring-Norm | Erklärung und Vergleich
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SMS 1586 O-Ring-Norm: Maße, Anwendung und Vergleich

Wer O-Ringe für eine schwedische oder skandinavische Maschine bestellt, kann noch immer auf die Bezeichnung SMS 1586 stoßen. Das kommt vor allem bei hydraulischen und pneumatischen Anlagen, älteren Maschinenzeichnungen und Revisionsprojekten vor, bei denen die ursprüngliche Maßführung maßgeblich bleibt. Auf den ersten Blick ähnelt die Norm anderen O-Ring-Normen, da auch hier Innendurchmesser und Schnurstärke in Millimetern verwendet werden. Dennoch ist diese Übereinstimmung irreführend. Ein vergleichbarer Innendurchmesser bedeutet nicht automatisch, dass der O-Ring auch dieselbe Schnurstärke, Passung oder Kompression hat.

Für Einkäufer, Ingenieure und Wartungsteams ist das wichtig. Wer einen Ring allein auf Basis des Durchmessers durch eine ISO-, DIN- oder AS568-Größe ersetzt, riskiert Leckagen, zu hohe Reibung oder beschleunigten Verschleiß. Bei O-Ringen entscheidet gerade die Kombination aus Innendurchmesser, Schnurstärke, Toleranz und Nutgestaltung darüber, ob die Dichtung richtig funktioniert.

  • event 15-07-2026
  • schedule 00:00
  • timer 4 Minuten

Was ist SMS 1586?

SMS 1586 ist eine ältere schwedische Norm für metrische O-Ringe. SMS steht für Sveriges Mekanstandardisering, die frühere schwedische Normungsorganisation. Die Norm beschrieb unter anderem den Innendurchmesser, die Schnurstärke und die Toleranzen von O-Ringen für hydraulische und pneumatische Anwendungen.

Die ursprüngliche Norm wurde inzwischen zurückgezogen und durch SS 1586:2017 ersetzt, herausgegeben von SIS, dem schwedischen Institut für Normen. Dennoch wird SMS 1586 in der Praxis noch häufig als Suchbegriff, Katalogbezeichnung oder Verweis auf älteren Zeichnungen verwendet. Wenn eine Originalzeichnung diese Norm nennt, ist dieser Verweis in der Regel maßgeblich für den Ersatz-O-Ring.

Die Nachfolgenorm SS 1586:2017 konzentriert sich auf die Maßspezifikationen und die Identifizierung von O-Ringen. Für die Materialeignung wird auf SS 1587:2007 verwiesen. Diese Unterscheidung ist wichtig: Die Maßnorm legt fest, welche Abmessungen und Toleranzen gelten, bestimmt jedoch nicht automatisch, ob ein Compound für Öl, Gas, Wasser, Temperaturbelastung oder dynamische Bewegung geeignet ist.

 

 

Wie funktioniert die Größeneinteilung?

SMS 1586 verwendet ein leicht erkennbares System mit Referenznummern. Die ersten vier Ziffern geben den Innendurchmesser in Zehntelmillimetern an. Die letzten beiden Ziffern beziehen sich ebenfalls in Zehntelmillimetern auf die Schnurstärke. Ein Beispiel: 0296-24 steht für einen Innendurchmesser von 29,6 mm und eine Schnurstärke von 2,4 mm.

Die Norm unterscheidet außerdem zwischen statischer und dynamischer Verwendung. Statische Größen besitzen eine Schnurstärke von 1,6 mm und sind für Dichtungen ohne Relativbewegung vorgesehen. Dynamische Gruppen verwenden unter anderem Schnurstärken von 2,4, 3,0, 5,7 und 8,4 mm. Ein O-Ring aus einer dynamischen Gruppe kann häufig statisch eingesetzt werden, umgekehrt gilt dies jedoch nicht automatisch. Ein statischer Ring kann in einer bewegten Anwendung schneller verschleißen oder unzureichend abdichten.

 

SMS 1586 im Vergleich zu ISO 3601, DIN 3771 und AS568

Die meisten Missverständnisse entstehen beim Vergleich mit anderen Normen. Die schwedische Norm, ISO 3601 und DIN 3771 sind metrisch ausgerichtet, während AS568 auf Zollmaßen mit Millimeteräquivalenten basiert. Die Normen sind dennoch nicht automatisch untereinander austauschbar.

Der größte Unterschied liegt in den Schnurstärken und Maßreihen. ISO 3601 verwendet andere Standardreihen als SMS 1586. Ein O-Ring mit nahezu demselben Innendurchmesser kann deshalb eine andere Schnurstärke besitzen. Das erscheint geringfügig, macht in einer Nut jedoch sofort einen Unterschied. Eine zu geringe Verpressung birgt die Gefahr von Leckagen. Eine zu hohe Verpressung führt zu Reibung, Wärmeentwicklung und Verschleiß, insbesondere bei dynamischer Verwendung.

DIN 3771 wird in älterer Dokumentation noch häufig genannt, wurde jedoch als eigenständige Norm zurückgezogen. In der Praxis wird heute auf DIN ISO 3601-1 verwiesen. Auch hier gilt: Prüfen Sie bei jeder Größe, ob Innendurchmesser, Schnurstärke und Toleranz mit der ursprünglichen Konstruktion übereinstimmen.

AS568 erfordert noch mehr Aufmerksamkeit, da diese Norm auf Zollmaßen basiert. Die nächstliegende AS568-Größe ist nur selten automatisch ein sicherer Ersatz für eine schwedische metrische Größe. Verwenden Sie deshalb immer eine Querverweistabelle für die jeweilige Größe und nicht nur eine einfache Tabelle mit gerundeten Millimeterwerten.

 

Wo begegnet Ihnen SMS 1586?

SMS 1586 findet sich vor allem bei der Wartung und Überholung skandinavischer Maschinen. Dazu gehören Hydraulikzylinder, pneumatische Komponenten, Pumpen, Armaturen und Industrieanlagen schwedischer oder nordeuropäischer Herkunft. Auch Lieferantenkataloge führen die Norm teilweise noch als separate Maßreihe auf.

Für neue Konstruktionen ist ISO 3601 meist die logischere Wahl. Diese Norm ist international verbreitet, besser verfügbar und auf moderne Nutkonstruktionen und Dokumentationen abgestimmt. Bei bestehenden Anlagen ist die Situation anders. Wenn die Nut ursprünglich für SMS 1586 konstruiert wurde, kann nicht ohne eine erneute Bewertung der Nut und des Verpressungsverhältnisses einfach auf eine ISO-Größe umgestellt werden.

 

Verwechslungen zwischen Normen vermeiden

Die sicherste Vorgehensweise besteht darin, niemals ausschließlich nach dem Innendurchmesser zu bestellen. Prüfen Sie immer die vollständige Referenznummer, die Schnurstärke, die Anwendung und das Material. Fragen Sie außerdem, ob der Lieferant bestätigen kann, dass die Größe SS 1586:2017 oder der älteren Spezifikation auf der Zeichnung entspricht.

Achten Sie auch auf den Unterschied zwischen Materialbezeichnung und Compound. NBR, EPDM oder FKM sagt etwas über die Materialart aus, jedoch nicht automatisch über die genauen Eigenschaften, die Härte, die Toleranzen oder die Eignung für die Anwendung. Bei kritischen Systemen ist die Dokumentation genauso wichtig wie die Abmessung.

 

Fazit

SMS 1586 ist nicht einfach eine alternative Bezeichnung für ISO 3601, DIN 3771 oder AS568. Die Norm besitzt eine eigene Maßlogik mit spezifischen Schnurstärken und Referenznummern. Bei älteren skandinavischen Anlagen bleiben diese Informationen für einen korrekten Austausch wichtig.

Arbeiten Sie mit einer Zeichnung, einem Überholungsprojekt oder einer Einkaufsspezifikation, in der SMS 1586 genannt wird? Prüfen Sie dann immer die vollständige Größe, die Anwendung und das gewünschte Material. O-ring Stocks unterstützt Sie bei Querverweisen, technischer Dokumentation und der Lieferung des richtigen O-Rings nach der angegebenen Norm.

 

FAQ

Was ist SMS 1586?

SMS 1586 ist eine ältere schwedische Norm für metrische O-Ringe in hydraulischen und pneumatischen Anwendungen. Die Norm wurde durch SS 1586:2017 ersetzt.

Ist SMS 1586 noch gültig?

Die ursprüngliche SMS 1586 Norm wurde zurückgezogen, die Bezeichnung findet sich jedoch noch häufig in alten Zeichnungen und Spezifikationen. In der Praxis wird meist auf SS 1586:2017 verwiesen.

Was ist der Unterschied zwischen SMS 1586 und ISO 3601?

Der wichtigste Unterschied liegt in den Maßreihen und Schnurstärken. Ein O-Ring mit vergleichbarem Innendurchmesser ist daher nicht automatisch austauschbar.

Kann ich SMS 1586 durch AS568 ersetzen?

Nicht ohne Prüfung. AS568 arbeitet mit Zollmaßen, wodurch Innendurchmesser, Schnurstärke und Nutpassung immer separat verglichen werden müssen.

Wann verwendet man SMS 1586 O-Ringe?

SMS 1586 O-Ringe werden vor allem bei Wartung und Revision skandinavischer hydraulischer oder pneumatischer Anlagen verwendet. Bei Neukonstruktionen ist ISO 3601 meist die logische Wahl.

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